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3. - 4.12.2011
Und auf der Yburg tobte orkanartiger Sturm
„Stille Wege im Advent“ suchte die Hohenzollerische Pilgergesellschaft im Kloster Lichtenthal bei Baden-Baden
„Dem Himmel so nah“ waren die Pilger der Hohenzollerischen Jakobusgesellschaft am letzten Adventswochenende, als sie zur Fahrt ins Cistercienserinnen-Kloster Lichtenthal bei Baden-Baden sich aufmachten, um einmal „Hinter die Klostermauern“ zu schauen. Am Fuße des Leisberges wartete eine Stätte der Sammlung und der Geborgenheit. Man war zunächst sichtlich erstaunt, als man durch den hohen Torbau in den stillen und gepflegten Klosterhof gelangte. Grünanlagen mit alten Baumbeständen sowie einem alten Marienbrunnen faszinierten zunächst die Besucher, die nach der Zimmerverteilung im Gästeflügel sich aufmachten, um der Burgruine Yburg bei Baden-Baden einen Besuch abzustatten. Steil bergauf ging es an den Schwarzwaldhängen zunächst über den Leisberg und Louisfelsen. Als man die stolze Yburg auf 517 Metern Meereshöhe erreicht hatte, tobte orkanartiger Sturm. Im „Rosenstübchen“ hatte der Pächter Chris Wegehaupt schon das Feuer im Kachelofen angezündet. Bei lodernder Flamme verfolgte man draußen die Unbillen des Wetters und ließ sich von der guten Küche verwöhnen. Über die Lichtenthaler Allee, an prächtigen Villen und grandiosen Hotels von Baden-Baden vorbei, gelangte man Spätnachmittags an der Oos entlang wieder ins Kloster zurück. Hier war die Paramentenstickerei, die Weberei, Grafik und Goldschmiede ein weiterer Punkt, um das klösterliche Leben der Cistercienserinnen näher kennen zu lernen und das Klosterlädele nach einem Weihnachtsgeschenk aufzusuchen. Nach dem gemeinsamen Abendessen im Klostertrakt besuchte man in den Abendstunden den bekannten Weihnachtsmarkt im festlich beleuchteten Baden-Baden. Auf dieser kleinen Entdeckungsreise lernte man den Duft von Glühwein und Zimt, Bredle, Mandeln und viele andere Spezialitäten kennen. Am anderen Morgen erwartete die Pilger ein beeindruckender Gottesdienst zum zweiten Advent, den der ehemalige Erzabt von Beuron, Hieronymus Nitz, zelebrierte. Er stellte das Kommen des Herrn in den Mittelpunkt seiner Predigtworte. Die rund 25 Cistercienserinnen, die noch im Kloster leben, begleiteten die Eucharistiefeier mit gregorianischen und lateinischen Gesängen. Im Anschluss an den Gottesdienst wartete bereits der Historiker Wilfried Mayer-Neufeld mit einem Rundgang und Führung durch die Fürstenkapelle. Man erfuhr unter anderem, dass die Markgräfin Irmengard von Baden das Kloster im Jahr 1245 gründete. Im Innern der Fürstenkapelle gab es viel Sehenswertes zu sehen und zu schauen, man spürte, dass der Historiker ein großes Wissen an den Tag legte. Man wurde mit dem Cistercienserleben konfrontiert, der unter anderem ein Leben der Gemeinschaft in gegenseitiger Liebe, aber auch ein Leben der Einsamkeit mit Gott kennzeichnet. Die Spiritualität, so der Klosterführer, sei geprägt von der Liebe zu Jesus Christus und zu Maria, Seiner Mutter. Die jahrhunderte alten Kunstwerke der Abtei wurden am Schluss noch im kleinen Museum den Besuchern zugänglich gemacht, ehe man sich von Mayer-Neufeld verabschiedete nicht ohne einen Flyer zu übergeben mit der Jakobuspilgerskulptur in Jungingen.
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