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22. Pilgerstammtisch am 11. Oktober 2014

Hohenzollerische Jakobusgesellschaft unterwegs im Nordschwarzwald auf dem Jakobsweg in Richtung Burgund

Wiederum einen ganz neuen Abschnitt des Jakobsweges schultern. Das sagten sich am vergangenen Wochenende zwölf Pilger der Hohenzollerischen Jakobusgesellschaft, als es nach Ihlingen bei Horb ging, zwischen Neckartal und dem Flüsschen Glatt gelegen. Die Führung hatte Vorstandsmitglied Achim Krause und als Ergänzung der Horber Hans Kneissler, der ebenfalls Mitglied ist.

Mit einem Herbstgedicht „Herr, es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß…“ nach Rainer Maria Rilke hieß Vorsitzender Hannes Reis die Teilnehmer herzlich willkommen. Zunächst wurde die ehemalige Mutterkirche von Horb besichtigt. Hierbei war Kirchenführer Clemens Thamm ein kundiger Führer, der in unnachahmlicher Art und Weise das kleine Kirchlein, das etwa vor 900 Jahren erbaut wurde, erklärte.

Beeindruckend der frühgotische Turm, welcher in den unteren Stockwerken nur schmale Lichtöffnungen und im Glockenhaus spitzbogige Fenster aufwies. Thamm wies auf die wertvollen Bronzeglocken aus dem 14. und 15. Jahrhundert. Der Kirchenführer machte auf die Fresken an der Stirnwand des Chores aufmerksam, erklärte die frühgotischen Doppelfenster, die Holzkanzel und die Statuen sowie den Kirchenpatron St. Jakobus mit Buch, Pilgermuschel und Pilgerstab mit Kalebasse.

Ein besonderer Blickpunkt war aber die Wandmalerei mit den drei Jakobuspilgern auf dem Weg nach Santiago de Compostela, das der Pfarrer und bekannte Kunstmaler Sieger Köder vom 2. bis 6. Juli 2001 anfertigte und die kunstvolle, wunderbare Säulenkrippe mit den Kripplesfrauen von Rosenberg. Mit Dankesworten verabschiedete man sich von Clemens Thamm, der den Pilgern zuvor einen süffigen Süßmost kredenzte.

Die Pilgerherberge von Ihlingen bildete ein weiteres Highlight auf der Pilgerreise der Hohenzollern, wo jährlich rund 200 Pilger auf dem Kinzigtäler Jakobsweg übernachten und verköstigt werden. Über den „Eselsweg“ gelangten die Pilger ins frühere hohenzollerische Dettingen, das eng mit dem Kloster Muri in der Schweiz in Verbindubng gebracht wird.

Auf dem Horber Weg gelangte man anschließend zum Kaltenhof mit der Wendelinus-Kapelle, die ursprünglich mit einer Jakobusfigur ausgestattet war. Vom Kaltenhof ging es über den Höhensteig wieder nach Leinstetten zurück auf einem Weg, der durch Jakobszeichen bis zur „Jakobs-Burg“, einem stattlichen Gebäude, gepflastert war.

Als man in Leinstetten in die Kirche aus dem 11. Jahrhundert betrat, ertönten von der Empore herab Orgelklänge, denen die Jakobspilger einige Zeit lauschten und sich jeder einzelne zurücknehmen konnte. Auch in Leinstetten war in einem historischen Gebäude eine Pilgerherberge eingerichtet, wie Hans Kneissler erklärte, und der Pilgerstempel, wie schon zuvor, in Ihlingen erworben werden konnte.

Abschluss mit Pilgerstammtisch war im Gasthof „Schlossbrücke, wo man seiner Freude über die Mitglieder aus dem Stuttgarter Raum Ausdruck verlieh. Vorstandsmitglied Achim Krause gelang mit dieser Pilgerwanderung am Kinzigtäler Jakobsweg ein Volltreffer, die noch lange nachwirken wird.

Text v. Horst Bendix, Fotos v. Horst Bendix und Hannes Reis

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Die Hohenzollern vor dem Kunstwerk von Sieger Köder in der kleinen Jakobuskirche in Ihlingen

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Herr Thamm

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Wendelinus-Kapelle

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Leinstetten

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