![]() |
||||||||||||||||||||
|
Hechingen/Bad Imnau - 12.04.14
Pilgern im Eyachtal Zwischen Wäldern und Wiesen eingebettet liegt das kleine Heilbad Imnau an der unteren Eyach. Die dortige Jakobuskirche war jüngst Treffpunkt der Hohenzollerische Jakobusgesellschaft. HORST BENDIX Zirka 30 Mitglieder und Freunde der Hohenzollerischen Jakobusgesellschaft trafen sich dieser Tage in Bad Imnau. Auch dieses Mal hatte der Vorsitzende Hannes Reis ein Vademecum vorbereitet, das im Gemeindewappen zwei Pilgermuscheln zu verzeichnen hat, das aller Wahrscheinlichkeit auf die Jakobskirche hinweist. Auch Ortsvorsteher Walter Deutschle hieß die Pilger in Bad Imnau willkommen und informierte über den Pilgerweg. Für ihn ist klar, dass dieser Höhenweg mit seinem sagenhaften Panorama bis zum "Sitz der Weisheit" und Trillfingen ausgeschildert werden soll. Auf ihm war die Gruppe gewandert, ehe man es sich in der "Eyachperle" gemütlich machte und sich Hannes Reis bei Mitglied Siegfried Haid für die Führung bedankte. Dem Beisammensein voraus ging eine Kirchenführung mit dem ehemaligen Lehrer Gerhard Eger, der auch am Heimatbuch von Bad Imnau mitwirkte und in dem man einen profunden Kenner zur Seite hatte. Eger beschäftigte zunächst mit der Kaplanei Imnau, die schon im Jahre 1468 und 1574 aufgeführt wird. Kaplanei bedeutet, dass die Pfarrei aus Mangel an Einkünften keinen eigenen Pfarrer hatte und somit als Filiale geführt wurde. Eger erinnerte in diesem Zusammenhang an einen Feldweg mit dem Namen "Totenweg" und außerdem daran, dass das kleine Dorf zunächst zur Herrschaft Haigerloch gehörte. Die Mineralquellen waren schon im 16. Jahrhundert bekannt. Aber erst im Jahr 1937 wurde Imnau zum "Staatlich anerkannten Kurort". Mit Christian Großbayer ist der Neubau (von 1779 bis 1783) der kleinen Jakobskirche stark verwandt, seine Handschrift ist unverkennbar, obwohl er sich vorzeitig aus dem Bauprojekt zurückzog, wie nachweislich feststeht. Der glatte Putzbau weist auf Rundbogenfenster hin, das rechteckige Langhaus und der eingezogene, halbrunde Chor liegen unter einem First. Das durch die Pilaster in zwei Joche gegliederte Schiff weist leicht gewölbte Hängekuppeln auf. Die Malereien in der Kirche - das Deckenfresko entstand Ende des 19. Jahrhunderts durch August Braun - sind besonders schön gestaltet. Auf der linken Seite des neubarocken Hochaltars im Chor thront der kühne und mächtige Heilige Jakobus. Schön auch der dreipassförmige Triumphbogen mit stuckierten Putten. Von Gerhard Eger erfuhren die Pilger des Weiteren, dass der weiß stuckierte, mit Evanglistenfiguren, Putten und Blattwerk geschmückte Kanzelkorb aus der Erbauerzeit stammt. Im Westen des Kirchenbaus fällt die sehr breite, ins Schiff geschwungene Orgelempore auf. |
||||||||||||||||||||
![]() |
||||||||||||||||||||
![]() |
||||||||||||||||||||
![]() |
||||||||||||||||||||
![]() |
||||||||||||||||||||
![]() |
||||||||||||||||||||
![]() |
||||||||||||||||||||
![]() |
||||||||||||||||||||
![]() |
||||||||||||||||||||
![]() |
||||||||||||||||||||
![]() |
||||||||||||||||||||
![]() |
||||||||||||||||||||
![]() |
||||||||||||||||||||
![]() |
||||||||||||||||||||
![]() |
||||||||||||||||||||
|
|
||||||||||||||||||||