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Kinzigtaler Jakobsweg von Lossburg nach Alpirsbach 23. Pilgerstammtisch - 17. Okt. 2015
Auf dem Flößerpfad Hohenzollerische Jakobusgesellschaft mit rund 40 Teilnehmern von Kloster und Brauerei in Alpirsbach begeistert „Geh’ mit uns…“, so lautete der Segensspruch, der rund 40 Pilger aus der ganzen Region nach Horb-Heiligenfeld führte. Mit der Bahn ging es zunächst nach Freudenstadt und von dort nach Lossburg-Roth, dem Ausgangspunkt der Pilgerreise, der mit einem Meditationsgedanken vom pensionierten Pfarrer Richard Leiter „Vertraut den neuen Wegen“ begann. Die Organisation lag in den Händen von Vorstandsmitglied Hans Kneissler, der alles bis ins kleinste Detail ausführte. Wer aufbricht, wirft auch Ballast des Alltags ab, und ein Mitpilger sagte zu Beginn: „Erst in der Stille beginnst Du zu hören“. Es waren hauptsächlich natur belassene Wege und schöne Wanderpfade und eine landschaftliche Vielfalt mit Schwarzwald pur, An- und Aufstiegen mit besonderen Sehenswürdigkeiten auf der Strecke wie zum Beispiel den Vogtsmichelhof, direkt an der jungen Kinzig gelegen mit einer willkommenen Abwechslung, nämlich einem Gläschen Kirschwasser, das allen mundete. Immer auf dem Flößerpfad wandelten die Pilger, und die Sonne wollte sich durch die dunklen Wolken drängen, so war es auch den ganzen Tag über trocken, aber herbstlich frisch. In den Nachmittagsstunden erreichten die Pilger den kleinen Ort Alpirsbach mit seiner Klosterkirche und der über 900-jährigen steingewordenen Geschichte, die mit der Klosterkirche in Stetten bei Hechingen in Verbindung gebracht wurde. Der imposante Baukomplex aus rotem Sandstein mit seinem reich-geschmückten Klostergarten, der auf die Klostergründung im Jahr 1095 durch die Benediktiner zurück ging, begeisterte, als man zunächst in der katholischen Kirche St. Benedikt Platz nahm. Danach ließ man sich eine Schwarzwälderkirschtorte und einen Kaffee schmecken, ehe es zur Brauereibesichtigung ging. Der Führer durch die Brauerei machte auf die Zeit, als das Bier noch mit Pferdefuhrwerken ausgeliefert wurde, aufmerksam. Der Brauprozess wurde anschaulich erklärt, der Wert auf Tradition und Geschmack mit traditionellen Rezepturen legt. Abschluss war im sogenannten „Trauhaus“, auch hier eröffnete sich die Erlebniswelt rund ums Bier. Nach einem Brauvesper verabschiedete man sich in den frühen Abendstunden und fuhr wieder mit der Schwarzwaldbahn zurück nach Horb-Heiligenfeld. Auch wurde auf eine Einladung zum Besuch der Gedenkstätte und des Dokumentationszentrums Grafeneck im Lautertal am Sonntag, 22. November, aufmerksam gemacht. Man fährt mit einem Reisebus um 12.30 Uhr vom Hechinger Bahnhof ab. Die Führung in Grafeneck dauert rund zwei Stunden. |
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