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Ein Wintermärchen an der Lauter

26. Pilgerstammtisch am 19. - 21. Januar 2018

  • Zeitungsberichte: HZ

Die Hohenzollerische Jakobusgesellschaft war am vergangenen Wochenende in Offenhausen am Karstquell-Topf der Großen Lauter

Ein Wintermärchen an der Lauter, so kann man mit Fug und Recht behaupten, erlebten am vergangenen Wochenende rund 16 Teilnehmer der Hohenzollerischen Jakobusgesellschaft.

Baum und Strauch waren mit schneeweißem „Zuckerguss“ überzogen, als die Gesellschaft am vergangenen Freitag nach Dapfen, direkt an der Lauter, anreiste und im Hotel „Hirsch“ im Gästehaus Quartier bezog.

Hannelore Schmelcher, die Wirtsfrau des „Hirsch“, ließ während des Aufenthalts es an nichts fehlen, die Hohenzollern fühlten sich sichtlich wohl.

Es war eine Idylle ganz in Weiß, als am Startpunkt am Samstagmorgen auf dem Parkplatz vor dem Hotel der kundige Wanderführer Hermann Knoll die Rundwanderung nach Offenhausen an den Karst-Quelltopf der Lauterquelle erklärte. Über Enger Weg zunächst zum Altenberg und dann hinunter nach Offenhausen erreichte man nach zweistündiger Wanderung,  flankiert von beschneiten  Tannenwäldern, die Quelle der Lauter.

Auch die ehemalige Klosterkirche des Dominikanerordens befindet sich im Gestütsmuseum, sie wird gerade Außenrenoviert und in Offenhausen ist auch eine Außenstelle des Gestüts Marbach, wo man etwas später eine Gestütsführung unter professioneller Hilfe erlebte.

Das Haupt- und Landesgestüt von Baden-Württemberg, so erfuhr man unter anderen Sehenswürdigkeiten weiter, ist heute eine wichtige Anlaufstelle für Pferdezüchter und Reitsportler, wo vor allem die Araberzucht betrieben wird, erklärte die Gestütsführerin vor dem Stutenbrunnen im Innenhof.

Zu guter Letzt folgte noch ein wärmender Umtrunk mit Glühwein und Gebäck, als man anfing zu Frösteln, in der historischen Geschirrkammer und fröhlichen Schrittes ging es dann wieder zurück nach Dapfen an der Lauter, wo man sich im Wellnessbereich wieder etwas aufwärmte.

Am Sonntagmorgen führte die Fahrt zunächst an der mäandernden Lauter vorbei über Gundelfingen und Hayingen zur Kirchenführung im Münster „Unserer Lieben Frau“ nach Zwiefalten. Pünktlich begann dort Frau Schäfer Wissenswertes vor dem Haupteingang über das Münster zu erzählen, bevor man ins Innere des Gotteshauses gelangte.

Auch hier war die Geschichte des im französischen Kunststils gebauten Rokoko-Baus lebhaft spürbar, als man schließlich bis zum Choreingang vordrang und die übermächtigen Bilder und äußerst wertvollen Holztafeln und –bänke in Augenschein nahm und sich jeder Kirchenbesucher bewusst ist, dass dieses Kulturgut zu erhalten, wenn auch mit enormem  Aufwand.

Im Brauhaus der Klosterbrauere in Zwiefalten wurde noch kurz eingekehrt, bevor man wieder ins Zollerland wohlbehalten und mit vielen guten Eindrücken zurückkehrte.

Text: Horst Bendix, Fotos: Hannes Reis

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