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„Wer ein Ziel hat, findet auch den Weg“

21.-22. April 2018 - Kinzigtäler Jakobsweg

Hohenzollerische Jakobusgesellschaft mit rund 50 Pilgern auf dem anstrengenden, aber wunderschönen Kinzigtäler Jakobsweg bei Traumwetter auf den Schwarzwald Höhen

So unkompliziert und unspektakulär sich das alles anhören mag war der Kinzigtäler Jakobsweg für rund 50 Hohenzollern Pilger am vergangenen Wochenende bei weitem nicht.

Die anstrengenden Bergauf- und -abstiege gingen bei manchem Pilger schon an die Substanz und zehrten heftig an den Kräften bis endlich das Ziel in Haslach erreicht wurde und in der Kirche Abschluss nach zwei glücklichen Tagen bei Traumwetter zu Ende ging.

Am vergangenen frühen Samstagmorgen ging es zunächst mit dem Reisebus nach Schenkenzell im Nordschwarzwald, der letztjährigen Etappe auf dem Kinzigtäler Jakobsweg. Hier empfing Hans Kneissler die Pilger und gab kurz Einweisung in den steinigen Pilgerweg, der einem alles abverlangte.

Man erfuhr wie wunderschön der Jakobsweg sein kann, weil bei den steilen Anstiegen über die Schwarzwald Hügel alles von einem abfiel, was einen Belästigte, man war frei wie ein Vogel und ganze das Tal war in ein blühendes Märchenland verwandelt, als zunächst im Kloster Wittichen in der Kirche eine willkommene Pause eingelegt wurde.

Hier erklärte die Pastoralreferentin das Kloster mit der Seligen Luitgard, die ein gottgeweihtes Leben führte und das Kloster wohl im 13. Jahrhundert errichtet wurde. Als man dann zum Schluss noch das Lied „Wo Menschen sich vergessen“ gemeinsam sang berührte es einen Tief und frohen Schrittes verließ man diese Heilige Stätte.

Das Bergdorf St. Roman hieß die nächste Station, auch hier wurde zunächst ein Besuch in der Kirche abgestattet, ehe es zu einem Bergbauernhof zur Einkehr ging. Noch einmal ein knackiger Anstieg und Wolfach wurde mit seinem Kur-Hotel erreicht, wo Abendessen und Übernachtung auf die hungrigen Pilger wartete.

Auch der Aufstieg am nächsten Morgen war ein tolles, unvergessliches Erlebnis, es ging wohl rund einen Kilometer immer weiter nach oben, als man den Gipfel erreichte, und wer pilgert, konnte was erleben und als die Sprache verstummte und man sich nur auf den schmalen Pfad  konzentrierte, was anderes blieb einem nicht erspart, so steil war der Weg, war heilfroh oben angekommen zu sein..

Jeder fand sein Tempo, der Kopf wurde freier und wer stehen blieb, hielt gleichzeitig innere Einkehr und wischte sich den Schweiß von der Stirn, und da sagte doch einer der Pilger: „Leben ist nicht nur essen und trinken und arbeiten, sondern viel mehr“, recht hatte dieser Pilger.

Und wer den Kinzigtäler Jakobsweg ging, wie die rund 50 Hohenzollernpilger, erlebte am Wegesrand die kleinen und großen Wunder. In den späten Nachmittagstunden wurde das Endziel Haslach im Kinzigtal mit seiner Flößerei erreicht.

Die Pilger waren fix und fertig, als sich in der Gaststätte „Eselsbeck“ unter schattigen Kastanienbäumen bei einem erfrischenden Bier und einem zünftigen Essen der Tag neigte und die Pilger mit dem Reisebus sicher nach Hechingen zurückkehrten.

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