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„Wohin pilgert ihr?“

Text und Bild: Horst Bendix, März 2015

Mit rund 40 Pilgern auf dem Hohenzollerischen Jakobsweg von Hechingen nach Burladingen – Kooperation mit der vhs Burladingen zahlt sich aus

Jeder Weg verändert ein bisschen das Leben, wenn man unterwegs ist mit den Jakobspilgern. So auch geschehen am vergangenen Samstag, wo sich insgesamt rund 40 Pilger aus der ganzen Region und darüber hinaus am Hechinger Bahnhof einfanden, um den Hohenzollerischen Jakobsweg von Hechingen nach Burladingen bei herrlichem Frühlingswetter zu pilgern.

Und dass zum Pilgern auch zwischenmenschliche Begegnungen gehören, versteht sich von selbst. Die Verbindung kam zustande, als sich Mechthild Betz mit den Verantwortlichen der Hohenzollerischen Jakobusgesellschaft traf und eine Kooperation zwischen der Volkshochschule Burladingen ankündigte.

Seit vielen Jahren ist Hubert Forster aus Krauchenwies ein passionierter Jakobspilger, er war sogar schon in Santiago de Compostela und kennt die Athmosphäre des Pilgerns aus nächster Nähe sehr gut, deshalb wollte er einmal an den ersten von vier geführten Pilgeretappen durch das „Hohenzollerische“ unbedingt teilnehmen. Der Pilgerleiter war geradezu hoch erfreut, den Willkommensgruß in froher Runde vor dem Hechinger Bahnhof zu entbieten.

Danach wartete bereits Ursula Stobitzer von der Hohenzollerischen Jakobsgesellschaft um die nur einen Steinwurf weit entfernt vom Bildungshaus, die St. Luzenkirche, den Pilgern ein wenig näher zu bringen. Sie erkannten bald, dass diese Kirche ein außergewöhnliches Denkmal der Deutschen Renaissance ist. Neben seinen reichhaltigen Stuckarbeiten, seiner künstlerischen Vielfalt, wie Ursula Stobitzer deutlich machte, ist es einmaliges Relikt der kleinen Stadt Hechingen aus der Zeit um 1500.

Dann ging es hinaus am Hechinger und Junginger Pilgerstein vorbei immer am Bahngleis entlang nach Jungingen. „Erst in der Stille beginnst du zu hören, erst wenn die Sprache verstummt, beginnst du zu sehen“, das wurde lebhaft zur Kenntnis genommen, als man die gewaltigen Berge um Jungingen erblickte.

Karin Flamm mit ihrer Freundin aus Bempflingen, die zum ersten Mal im Killertal pilgerte, war hin und weg von der schönen Gegend, wie sie begeistert erzählte. Und die beiden Koch-Mädels, die mit ihrer Mutter von Tieringen teilnahmen, waren ebenso angetan vom eisernen Pilger in Jungingen.

Der Pilgerführer erklärte die Zusammensetzung des Pilgers, einer Skulptur, die aus einzelnen, plastisch geformten und hintereinander gereihten Blechteilen aufgebaut ist. Der daneben stehende Torbogen wurde einem Steinbogen nachempfunden. Es wurde innegehalten und Zeit genommen, um diese sehenswerte Skulptur nähers in Augenschein zu nehmen.

Nach einer Trink- und Vesperpause ging es in die Wallfahrtskirche, wo die Schwarze Madonna bestaunt wurde. Der Pilgerführer erklärte, warum diese Madonna in Jungingen steht und vor allem die Marienverehrer erfreut. Auch an der Pilgergrotte in der Katharinengasse in Killer, wo der Jakobspilger grüßt, machte man halt und bestaunte dieses Kleinod.

Mit Meditationsgedanken wurde die Pilgerwanderung immer wieder unterbrochen, ehe man das Ziel, die Gaststätte „Kleineschle“, erreichte. Hier ergriff kurz Pilgerbeauftragter Ulrich Schöll das Wort und machte auf die 2. Etappe am 25. April aufmerksam, die von Burladingen durchs obere Fehla- und Laucherttal nach Veringenstadt führt.

Man kann sich wieder bei der Burladinger Volkshochschule anmelden, Pilgerführer wird dieses Mal Ulrich Schöll sein. Zahlreiche Pilger werden auch diese Etappe mitpilgern, wie sie beim Auseinandergehen versicherten.

Wer jetzt gedacht hatte, dass diese 1. Etappe endgültig beendet sei, sah sich arg getäuscht. Die hartgesottenen Pilger, rund sechs an der Zahl, nahmen noch einmal die ganze Etappe in Angriff und pilgerten frohen Herzens nach Hechingen zurück. Insgesamt hatten sie an diesem Tag rund 40 Kilometer zurückgelegt, dabei waren auch zwei tüchtige Mitpilgerinnen von Tieringen.

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Weitere Fotos von Ulrich Schöll

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Horst Bendix begrüßt die Pilger beim Hechinger Bahnhof

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Horst Bendix und Ursula Stobitzer

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Horst Bendix begrüßt die Pilger beim Hechinger Bahnhof

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Auf dem Weg nach St.Luzen in Hechingen

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Jakobus im Eingangstor

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Im Hof von St.Luzen

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In der Kirche

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Wegweiser

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Hechinger Pilgerstein

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Hechinger Pilgerstein

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Hechinger Pilgerstein

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Junginger Pilgerstein

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Junginger Pilgerstein

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Junginger Pilgerstein

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Auf dem Weg nach Junginger hinein

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Pilgergruppe bei der Jakobusstatue vor der Wallfahrtskirche St.Silvester

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Pilgergruppe bei der Jakobusstatue vor der Wallfahrtskirche St.Silvester

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Pilgergruppe in der Kirche

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Die Schwarze Madonna von Jungingen